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April 2008

Ein herzliches Grüß Gott in New York
Die New Yorker Steubenparade begrüßt Papst

"Die German-American Steuben Parade grüßt herzlich Seine Heiligkeit Benedict XVI. The Bavarian Pope"- diese Botschaft leuchtete dem Papst von der 5th Avenue entgegen, umrahmt von einer deutschen und einer amerikanischen Flagge und knapp 20 begeisterten New-Yorkern in Dirndl oder Lederhosen.

Zugegeben, die Gruppe, die von Miss German-Amerika, Christina Rom, und vom Chairman der New Yorker Steubenparade, Lars Halter, angeführt wurde, war nervös angesichts der Menschenmengen entlang der 5th Avenue, die alle den heiligen Vater sehen wollten. Würde der Ponitfex sie überhaupt sehen, auf "ihrer" Paraderoute, denn die Steubenparade wird im September fast die gleiche Route nehmen wie der Pontifex. Vorn, von links: Nicole Radske, Stephanie Radske, Cindy Rom, Christina Rom, Lars Halter, Christine Schultz, Geraldine Brand; hinten, von links: Cornelia Rom, Cathy Neumann, Richard Rom, Eric Hoffmann, Tanja Ohlson, Carolin Baars

Diese Sorge war, wie sich herausstellte, unbegründet. Die bunten, dem Papst so bekannten Farben der Flaggen und die Trachten machten die Gruppe selbst zu einer kleinen Sehenswürdigkeit. Immer wieder wurde sie sogar von anderen Zuschauern um ein Foto gebeten. Dann war es endlich soweit, die Reihen entlang der Straße wurden dichter und Seine Heiligkeit näherte sich langsam im Papamobil. In der ersten Reihe stand Christina zusammen mit ihrer Familie und Lars, und als sie Benedict zuwinkten, da winkte er zurück!

"Er hat uns ganz bestimmt gesehen, und der Kardinal, der ihm gegenüber saß, hat auf uns gedeutet und mit dem heiligen Vater über unsere Gruppe gesprochen!" war Lars Halter begeistert, als der Konvoi von Fahrzeugen die Stelle, and der die Gruppe stand, passiert hatte. "Es war toll, dem Papst so nahe zu sein, nur ein paar Meter von ihm weg, aber es ging alles viel zu schnell! Ich wusste gar nicht, was ich zuerst machen soll! Winken? Fotografieren? Und ein bisschen nur genießen wollte ich ja auch…" sagte Carolin Baars als sich die Menschenmengen auflösten.

Zum Glück brauchten sich Christina und Lars keine Sorgen darum zu machen, den Papst nur für einige Sekunden live gesehen zu haben. Durch einige glückliche Zufälle hatten sie, zusammen mit 23 weiteren Deutschamerikanern Karten für die Papstmesse im Yankee-Stadion erhalten.

Der Besuch der Messe war ein gesamter Tagesausflug. Bereits um 10 Uhr machten sie sich auf den Weg, zusammen mit knapp 60 000 weiteren Menschen, um rechtzeitig im Stadion zu sein. Angesichts der Menschenmengen war dies auch notwendig, denn aus Sicherheitsgründen sollten Vorn, von links: Cornelia Rom, Nicole Radske, Stephanie Radske, Cindy Rom, Christina Rom, Tanja Ohlson, Geraldine Brand; hinten, von links: Cathy Neumann, Richard Rom, Christine Schultz, Carolin Baars, Lars Halter bereits um 12 Uhr die Türen geschlossen werden. Um die Wartezeit zu verkürzen, gab es vor Beginn der Messe ein Konzert, bei dem unter Anderem Libera und Jose Feliciano auftraten.

Als der heilige Vater im Stadion eintraf, erneut im Papamobil an dem sogar die Fenster heruntergefahren waren, wurde er mit ohrenbetäubendem Jubel begrüßt, und Benedict freute sich sichtlich. Die zweieinhalbstündige Messe kam vielen viel kürzer vor, und die Austeilung der Kommunion an 60.000 Gläubige innerhalb von 15 Minuten beeindruckte alle. Doch den größten Eindruck hinterließ der Pontifex.

"Die Messe war inspirierend, einfach ein ganz besonderes Erlebnis" beschrieb Eric Hoffman, seine Gefühle. "Für mich ist es etwas ganz besonderes, heute hier sein zu können. Denn dies ist bereits das zweite Mal, dass ich den Papst sehe. Als ich sieben war haben meine Eltern mich zum letzten Papstbesuch in New York mitgenommen, und ich habe immer noch ganz besonders schöne Erinnerungen daran." Damals war es allerdings Johannes Paul II., dem Eric zuwinkte.

Fotos von Robert Radske

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